Grundwasserpegel in Feldkirchen-Westerham gehen stark zurück Trinkwasserversorgung gesichert, aber Wassersparen wichtiger denn je
In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats informierte Manfred Franck, Wassermeister der Gemeinde Feldkirchen-Westerham, über die aktuelle Situation der gemeindlichen Wasserversorgung. Sein Bericht zeigte: Die Trinkwasserversorgung ist gesichert, doch anhaltend geringe Niederschläge und rückläufige Quellschüttungen machen einen bewussten Umgang mit Wasser zunehmend wichtig.
Die jüngsten Auswertungen der Pegelstände und Quellschüttungen zeigen, dass die Wasservorräte unter Druck geraten sind. Die Gemeinde appelliert deshalb an alle Bürgerinnen und Bürger, verantwortungsvoll mit der wertvollen Ressource Wasser umzugehen.
Die Gemeinde betreibt ihre Wasserversorgung über fünf Quellen in Altenburg und am Ölberg sowie den Brunnen Riedholz. Seit vielen Jahren werden Niederschläge, Grundwasserstände und Quellschüttungen kontinuierlich überwacht, um die Versorgung langfristig sicherzustellen.
Die aktuellen Daten zeigen eine deutliche Verschärfung der Situation. Die Niederschlagsmenge lag im Zeitraum Januar bis Juli 2026 mit rund 507 l/m² deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt der 11 Vorjahre von 659 l/m² für die gleichen Monate. Ganzjährig betrachtet fehlten im Jahr 2025 310l/m² zum Durchschnitt seit 2014, der bei 1149 l/m² liegt.
Aus diesem Grund gingen die Schüttungen der Quellen spürbar zurück. Während die Quellen im Jahr 2025 noch rund 378.000 Kubikmeter Wasser lieferten, wurden bis Ende Juli 2026 erst etwa 148.000 Kubikmeter gemessen. Die Quellen allein können den aktuellen Wasserbedarf deshalb nicht mehr vollständig decken. Die fehlenden Wassermenge wird durch den Tiefenbrunnen im Riedholz ausgeglichen.
Der Brunnen Riedholz wurde ursprünglich als Reserve- und Notversorgungsanlage geschaffen. Inzwischen ist er jedoch ein wichtiger Bestandteil der täglichen Wasserversorgung geworden. Allein bis Ende Juli 2026 wurden dort bereits rund 86.600 Kubikmeter Wasser entnommen, um die Versorgung im Gemeindegebiet sicherzustellen.
Auch die Rückmeldungen anderer Wasserversorger im Gemeindegebiet bestätigen die Entwicklung. Insbesondere in Westerham werden deutliche Rückgänge der Quellschüttungen festgestellt, während in Höhenrain die Grundwasserstände als schlecht bis sehr schlecht bewertet werden.
Die Gemeinde bittet daher alle Bürgerinnen und Bürger, Wasser bewusst und sparsam zu verwenden. Bereits kleine Maßnahmen können einen wichtigen Beitrag leisten:
- Garten möglichst in den frühen Morgen- oder Abendstunden gießen.
- Regenwasser zur Bewässerung nutzen.
- Pools und Planschbecken nur bei Bedarf befüllen.
- Tropfende Wasserhähne und defekte Spülkästen zeitnah reparieren.
- Wasch- und Spülmaschinen nur voll beladen laufen lassen.
- Auf unnötigen Wasserverbrauch im Haushalt achten.
Jeder eingesparte Liter hilft dabei, die vorhandenen Wasserreserven zu schonen und die Versorgung auch in trockenen Zeiten langfristig zu sichern.
Die Gemeinde Feldkirchen-Westerham beobachtet die Entwicklung der Wasserstände weiterhin genau und wird die Bürgerinnen und Bürger über die weitere Situation informieren. Gemeinsam können wir dazu beitragen, unsere Trinkwasserversorgung nachhaltig zu sichern und diese wertvolle Ressource für kommende Generationen zu bewahren.
Gleichzeitig hat die Verwaltung ein Projekt zur Resilienz aller gemeindlichen Wasserversorgungen angestoßen. Mit ersten Erkenntnissen ist in 2027 zu rechnen.