Erstmals nach der Umrüstung auf digitale Sirenen: Probe-Katastrophenalarm in Feldkirchen-Westerham
Am Donnerstagvormittag, 12. März ab 11 Uhr, wird in weiten Teilen Bayerns die Warnung der Bevölkerung geprobt – auch in Feldkirchen-Westerham. Der Probealarm dient dazu, die Funktionsfähigkeit der Warnsysteme und der Alarmierungskette zu testen sowie die Bevölkerung für Warnmeldungen zu sensibilisieren.
Erstmals wird in den Gemeinden in Feldkirchen-Westerham der spezielle Heulton für den Katastrophenschutz zu hören sein, der sich von der bekannten Feuerwehrsirene klar unterscheidet.
Der Probealarm zeigt, in welchen Gemeinden das Zusammenspiel aus elektronischen Sirenen und digitaler Steuerung bereits reibungslos funktioniert und wo noch Anpassungen erforderlich sind. Feldkirchen-Westerham ist bereits komplett auf die neue Technik umgestellt. Die Umstellung der übrigen Gemeinden im Landkreis läuft derzeit noch und soll voraussichtlich erst Ende 2027 abgeschlossen sein.
Zusätzlich zur Sirene wird ab 11 Uhr über verschiedene Kanäle eine Warnung ausgelöst – unter anderem über das Warnsystem Cell Broadcast. Bei dieser Methode wird eine Warnnachricht direkt auf das Mobiltelefon gesendet. Dafür sind keine zusätzlichen Apps erforderlich: Die Meldung erscheint als Textnachricht auf allen empfangsfähigen Handys. Wichtig ist, dass das Gerät auf dem aktuellen Softwarestand ist und zum Warnzeitpunkt nicht ausgeschaltet oder im Flugmodus ist.
In Abstimmung mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz wird die Warnung bayernweit um 11.05 Uhr über Cell Broadcast versendet.
Auch die bekannten Warn-Apps NINA, KATWARN und BIWAPP sowie Durchsagen über Radio und Fernsehen werden im Rahmen des Probealarms aktiviert. Da neben der zentralen Meldung auch kommunale Warnkanäle getestet werden, kann es vereinzelt zu Doppelmeldungen in Warn-Apps kommen.
Diesmal nur Probe – aber was ist im Ernstfall zu tun?
Wenn Sie künftig eine Warnung über Sirenen, Handy oder Warn-Apps erhalten, bewahren Sie zunächst Ruhe. Suchen Sie möglichst ein Gebäude oder einen geschlossenen Raum auf und informieren Sie sich über offizielle Kanäle, zum Beispiel über Warn-Apps, Radio, Fernsehen oder die Internetseiten der Behörden.
Folgen Sie den dort genannten Anweisungen der Einsatzkräfte und helfen Sie mit, auch Nachbarn oder Angehörige zu informieren, die die Warnmeldung möglicherweise nicht erhalten haben.
Weitere Informationen zum Probealarm finden Sie auf der Webseite des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration:
https://www.stmi.bayern.de/sus/katastrophenschutz/warnungundinformation/sirenenundlautsprecher/index.php