Klarstellung zum Zeitungsbericht über die Beschaffung einer neuen Serveranlage
Im Zusammenhang mit diesem Zeitungsartikel https://www.ovb-online.de/rosenheim/bad-aibling/feldkirchen-westerham-ort60218/feldkirchen-westerham-vorgezogene-anschaffung-von-neuem-rathaus-server-94396227.html
zur Beschaffung eines neuen Servers für die Gemeindeverwaltung Feldkirchen-Westerham möchten wir einige Punkte richtigstellen und erläutern.
Der Eindruck, die Gemeinde habe einen „knapp 100.000 Euro teuren Kauf“ beschlossen beziehungsweise einen Server für diesen Betrag erworben, entspricht nicht den tatsächlichen Gegebenheiten.
Richtig ist, dass der Haupt- und Finanzausschuss ein maximales Budget von 99.000 Euro als finanziellen Rahmen für die dringend erforderliche Ersatzbeschaffung beschlossen hat. Hintergrund war die zum Zeitpunkt der Beratung äußerst volatile Marktsituation bei Serverhardware. Die Verwaltung hatte darauf hingewiesen, dass insbesondere Preise für Arbeitsspeicher und Speichermedien erheblichen Schwankungen unterliegen und Angebote häufig nur sehr kurze Gültigkeitszeiträume besitzen. Daher wurde bewusst ein ausreichender Kostenrahmen beschlossen, um die Beschaffung kurzfristig und rechtssicher durchführen zu können.
Tatsächlich konnte der neue Server jedoch deutlich günstiger beschafft werden. Die endgültigen Kosten belaufen sich auf rund 65.000 Euro und liegen damit erheblich unter dem vom Ausschuss genehmigten Höchstbetrag.
Die Ersatzbeschaffung war notwendig geworden, da der bestehende Server nach sechs Jahren Betriebszeit nicht mehr durch einen Wartungs- oder Servicevertrag abgesichert war und seit Februar 2026 zunehmend schwerwiegende Hardwaredefekte aufwies. Unter anderem kam es zu Ausfällen von Arbeitsspeicher, Netzteilen, Festplatten sowie zu Problemen im Bereich des Mainboards. Die Stabilität und Betriebssicherheit der zentralen IT-Infrastruktur der Gemeindeverwaltung war dadurch nicht mehr dauerhaft gewährleistet.
Wie immer vor einer Beschaffung wurden verschiedene Alternativen geprüft. Dazu gehörte auch die Auslagerung der Serverinfrastruktur in externe Rechenzentren beziehungsweise Cloud-Lösungen. Die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung ergab jedoch, dass ein Betrieb im Rathaus langfristig die kostengünstigere Variante darstellt. Zudem verfügt die Gemeinde bereits über eine etablierte Backup- und Infrastruktur, die bei einem Cloudbetrieb zusätzliche laufende Kosten verursacht hätte.
Bei der Gelegenheit weißen wir auf die aktuelle Größe der gemeindlichen IT-Infrastruktur hin, die in der Bürgerschaft kaum bekannt sein dürfte.
Die Gemeinde beschäftigt derzeit insgesamt ca. 200 Mitarbeitende und treibt die Digitalisierung stehts voran. Dafür betreiben wir ca. 250 Endgeräte die alle über unsere Server vernetzt sind. Dazu kommen ca. 1.000 Endgeräte für die Schüler und Lehrer der Grund- und Mittelschulen.
Mit der nun erfolgten Investition erhält die Gemeindeverwaltung eine zukunftsfähige und leistungsstarke IT-Grundlage für die kommenden Jahre. Gleichzeitig wird die Ausfallsicherheit erhöht und der reibungslose Betrieb der digitalen Verwaltungsabläufe langfristig gewährleistet.
Die Gemeindeverwaltung bittet daher um Berücksichtigung dieser Fakten, um ein vollständiges und zutreffendes Bild der Beschaffung zu vermitteln. Insbesondere ist festzuhalten, dass der Ausschuss einen Kostenrahmen von bis zu 99.000 Euro beschlossen hat, die tatsächlichen Beschaffungskosten jedoch lediglich rund 65.000 Euro betrugen.