Amerikanische Faulbrut: Honiggläser können für Bienen zur Gefahr werden
Glasverpackungen gehören in den Altglascontainer. Sie sollten zwar leer sein, müssen vor dem Entsorgen aber nicht gründlich gereinigt werden. Doch es gibt eine Ausnahme: Gebrauchte Honiggläser.
Gebrauchte Honiggläser können ungespült zur tödlichen Gefahr für ganze Bienenvölker werden.
In Zusammenarbeit mit dem Bienenzuchtvereinen wurde letztes Jahr ein Aufkleber für die Glascontainer entwickelt, der auf die Gefahr von hochinfektiösen Bakterien hinweist. Darauf steht die Bitte: “Nur gespülte Honiggläser in den Glascontainer einwerfen!”.
Der Erreger der Amerikanischen Faulbrut kann in zahlreichen Honigen (insbesondere Import-Honig) im Lebensmittelhandel vorkommen. Besonders bei importierten Honigen können Erreger der amerikanischen Faulbrut vorkommen. Werden diese Glasverpackungen dann ungereinigt über den Altglascontainer entsorgt, können sich Bienen beim Kontakt, mit im Glas befindlichen Honigresten, infizieren. Der Erreger wird dann in den Bienenstock eingeschleppt, breitet sich dort aus und kann erheblichen Schaden anrichten. Im schlimmsten Fall führt er zum Tod der Brut und zum Verenden des ganzen Bienenvolkes. Für den Menschen stellt die Krankheit keine Gefahr dar.
Um einen Beitrag zur Gesundheit der Bienen zu leisten, wird deshalb dringend darum gebeten, keinen Honig an Bienen zu verfüttern und nur gründlich gereinigte Honiggläser zu entsorgen. Noch besser wäre es, Honig in Mehrweggläsern zu kaufen und sie zurückzugeben.
Bienen zu schützen liegt im Interesse aller, ist besonders für uns Menschen und unser Ökosystem wichtig, da sie für die Bestäubung von Pflanzen zuständig sind. Diese Bestäubungsleistung ist entscheidend für die Artenvielfalt und nicht zuletzt die Ernte von vielen Nutzpflanzen.
Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie bei unserer Abfallberatung (Tel.: 08031 / 392 -4313; E-Mail: abfallberatung@lra-rosenheim.de).