Jungbürgerversammlung 2026: Ideen, Engagement und klare Wünsche für die Zukunft
Wie wollen Jugendliche in Feldkirchen-Westerham künftig leben? Welche Themen bewegen sie im Alltag? Und wo sehen sie Verbesserungsmöglichkeiten? Antworten darauf gab die diesjährige Jungbürgerversammlung am 6. Oktober im gemeinsamen Austausch mit Bürgermeister Johannes Zistl, Vertreterinnen und Vertretern der Gemeindeverwaltung, Mitgliedern des Gemeinderats sowie der Kommunalen Jugendarbeit des Landkreises Rosenheim.
Neun Jugendliche aus den Ortsteilen Westerham, Feldkirchen, Feldolling und Vagen nutzten die Gelegenheit, ihre Sichtweisen, Wünsche und Anregungen direkt einzubringen. Dabei wurde deutlich: Die jungen Menschen interessieren sich für die Entwicklung ihrer Heimatgemeinde und möchten aktiv mitgestalten.
Im Mittelpunkt der Gespräche standen vor allem die Themen Wohnen, Mobilität, Information und Freizeit. Besonders wichtig war den Jugendlichen die Frage nach bezahlbarem Wohnraum. Viele wünschen sich, auch in Zukunft in Feldkirchen-Westerham wohnen bleiben zu können. Angeregt wurde deshalb, neben dem bestehenden Einheimischenmodell auch weitere Möglichkeiten für bezahlbaren Mietwohnraum zu prüfen.
Einen großen Stellenwert nahmen außerdem Fragen der Mobilität ein. Die Jugendlichen berichteten von überfüllten Busverbindungen und sprachen Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr an. Auch die Verkehrssicherheit für Radfahrer sowie eine sichere Querungsmöglichkeit an der Aiblinger Straße in Feldolling wurden thematisiert.
Darüber hinaus wünschten sich die Teilnehmenden eine stärkere Kommunikation kommunaler Themen über soziale Medien. Das Interesse an aktuellen Informationen aus dem Gemeinderat und dem Gemeindeleben sei groß, die bisherigen Informationsangebote würden jedoch von jungen Menschen nur eingeschränkt genutzt.
Auch Freizeitangebote kamen zur Sprache. Diskutiert wurden unter anderem Verbesserungen am Dirtpark, ein wettergeschützter Unterstand am Bahnhaltepunkt Feldolling, öffentliches WLAN am Bahnhof Westerham sowie die Möglichkeit, künftig wieder Gitarrenunterricht an der Musikschule anzubieten.
Besonders lebendig wurde die Veranstaltung beim anschließenden „Speeddating“ mit den anwesenden Gemeinderätinnen und Gemeinderäten. In kleinen Gesprächsrunden konnten die Jugendlichen ihre Ideen direkt einbringen und mit den politischen Vertreterinnen und Vertretern diskutieren. Die Anregungen wurden dabei ausführlich aufgenommen und dokumentiert.
Bürgermeister Johannes Zistl informierte zudem über Projekte, die bereits aus früheren Jungbürgerversammlungen hervorgegangen sind, sowie über den aktuellen Stand des geplanten Pumptrack-Projekts in Feldolling. Anhand eines Videos erhielten die Jugendlichen einen Einblick in die möglichen Planungen.
Zum Abschluss bedankten sich Bürgermeister Johannes Zistl und Stephanie Meier von der Kommunalen Jugendarbeit des Landratsamtes Rosenheim für die offene und konstruktive Diskussion. Die Veranstaltung zeigte einmal mehr, dass junge Menschen ihre Gemeinde aktiv mitgestalten möchten. Die eingebrachten Vorschläge und Ideen werden nun geprüft und in die weitere Arbeit der Gemeinde einbezogen.
Die Jungbürgerversammlung macht deutlich: Die Meinung der jungen Generation ist wichtig und wird in Feldkirchen-Westerham gehört.