„Schöner“ Hochwasserschutz für Feldkirchen – nächste Schritte beschlossen
Der Gemeinderat von Feldkirchen-Westerham hat einen wichtigen Schritt für den Hochwasserschutz im Ortskern getan. Nach der Vorstellung des Gestaltungskonzeptes im April dieses Jahres durch ISEK-Projektleiterin Frau Dr. Sonja Rube wurde nun beschlossen, die Planungen zum Schutz vor Hochwasser in der Ortsmitte mit städtebaulichen Verbesserungen zu verbinden. Das Ziel: mehr Sicherheit vor Hochwasser und zugleich eine attraktivere Gestaltung der Ortsmitte rund um den Feldkirchener Bach.
Um was geht es?
Das komplette Konzept betrifft den Abschnitt des Feldkirchener Baches vom Kreisverkehr an der Glonner Straße bis zur Einmündung in den Kellerberggraben.
Zunächst steht der sogenannte Abschnitt B im Fokus – also der Bereich von der Staatsstraße 2078 bis zum Kellerberggraben. Hier soll der Hochwasserschutz so verbessert werden, dass Häuser, Straßen und wichtige Einrichtungen künftig wirksam vor Überflutungen geschützt sind.
Während bei den bisherigen Planungen vor allem die rein ingenieurmäßige Umsetzung des Hochwasserschutzes berücksichtigt wurde, geht es nun darum, die technischen Lösungen mit einer ansprechenden Optik zu verbinden. Gleichzeitig soll darauf geachtet werden, dass die wichtigen und wunderschönen Bäume rund um den Pfarrkindergarten in Feldkirchen so gut es geht erhalten bleiben.
Ein weiterer Punkt sind die Stellplätze entlang des Feldkirchener Baches. Nach Ortseinsicht und Abwägung verschiedener Vorschläge hat sich der Gemeinderat für eine Variante entschieden, in der in der Salzstraße die bisherigen Stellplätze erhalten werden können.
Wie es weitergeht
Mit dieser Entscheidung können die Planungen in die nächste Stufe gehen:
• Detaillierte Ausarbeitung des Konzeptes und Berechnung der Kosten,
• Einbindung der betroffenen Anlieger
• Prüfung der Fördermöglichkeiten in Kombination Hochwasserschutz und Städtebau
• Mitdenken städtebaulicher Verbesserungen für eine attraktivere und praktischere Gestaltung des Ortskerns.
Zeitplan und Besichtigung vor Ort
Die Genehmigungsunterlagen für Abschnitt B sollen noch 2025 fertiggestellt werden. Damit könnten die Bauarbeiten bereits im kommenden Jahr beginnen.
Kosten und Förderung
Für die bisherigen Untersuchungen sind Kosten von 57.100 Euro angefallen. Davon hat die Regierung von Oberbayern rund 34.200 Euro im Rahmen der Städtebauförderung übernommen.
Für die Planungen im Jahr 2025 sind weitere 40.000 Euro eingeplant.
Die eigentlichen Baukosten für den Hochwasserschutz im Abschnitt B werden – je nach Ausführung – auf etwa 2 Millionen Euro geschätzt.
Die gute Nachricht: Der Hochwasserschutz wird nach den neuen Förderregeln mit 60 % bezuschusst. Für zusätzliche städtebauliche Maßnahmen können weitere Fördermittel beantragt werden.
Was das für Feldkirchen bedeutet
Mit dem Beschluss hat der Gemeinderat den Weg frei gemacht, um wirksamen Hochwasserschutz mit einer sichtbaren Aufwertung des Ortskerns zu verbinden.
Das Ziel ist klar:
• Mehr Sicherheit für Anwohnerinnen und Anwohner,
• Schutz wichtiger Einrichtungen wie Kindergarten und Straßen,
• Erhalt wertvoller Bäume rund um den Pfarrkindergarten,
• und zugleich eine attraktivere Gestaltung und Schaffung von Zugängen zum Feldkirchener Bach.
Damit wird Feldkirchen nicht nur besser vor Hochwasser geschützt, sondern auch lebenswerter und schöner gestaltet.