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Intelligente Stromzähler - Smartes Spitzengesetz

SmartMeterSeit Januar 2025 können private Haus- halte ihren analogen Drehstromzähler durch ein intelligentes Messsystem ersetzen lassen, ein sogenannter Smart Meter. Dieser digitale Zähler kann die Verbrauchsdaten ohne manuelles Ablesen an die zuständige Stelle übertragen. Für Großverbraucher ist der Smart Meter jetzt schon Pflicht.

Im Gegensatz zur klassischen sichtbaren Drehscheibe, deren Bewegung mechanisch auf ein Zählwerk übertragen wird, auch Ferraris-Zähler genannt, erfolgt beim Smart Meter die Erfassung digital, automatisiert und mit Kommunikationsfähigkeit: Der Energieverbrauch wird in kurzen Intervallen gemessen, zum Beispiel alle 15 Minuten, und an das Smart Meter Gateway übermittelt. Diese Kommunikationseinheit speichert die Daten und sendet sie verschlüsselt an den Energieversorger, Netz- oder Messstellenbetreiber.

Smart Meter ermöglichen eine Kommunikation zwischen Haushalt und Stromnetz – und zwar in beide Richtungen (bidirektional): Messwerte werden gesendet und Steuerbefehle zur Lastregelung oder Fernwartung empfangen. Damit schaffen sie intelligente Voraussetzungen für einen effizienten Betrieb von Solarstromanlagen (Photovoltaik),

Wärmepumpen, privaten Batteriespeichern und Stromladestationen fürs Elektroauto (Wallbox) – und auch für besonders günstige dynamische Stromtarife. „Das kann sich richtig lohnen“, empfiehlt Benjamin Weigl von Finanztip jenen Haushalten, die entweder eine Wallbox, eine Wärmepumpe oder generell einen hohen Stromverbrauch haben. „Wer sein Elektroauto konsequent in günstigen Zeiten lädt, spart mit einem dynamischen Tarif 300 Euro im Jahr“, rechnet Weigl vor: Diese Summe kommt zustande, wenn das E-Auto 15000 km/Jahr fährt und 20 kWh/100 km, also 3000 kWh im Jahr verbraucht, und das Laden zu verbrauchsarmen Zeiten durchschnittlich 10 ct/kWh billiger ist.

Für Photovoltaikanlagen verpflichtet das Solarspitzengesetz eine Ausstattung mit Smart Metern ab 7 kWp. Diese Anlagen dürfen ihre volle Leistung einspeisen, die digital und netzdienlich gesteuert wird. Ohne intelligentes Messsystem dürfen Anlagen bis 25 kWp nur 60 Prozent ihrer Leistung einspeisen, um Netzspitzen zu begrenzen.

Und für den Fall negativer Börsenstrompreise erhalten Solaranlagen mit Smart Meter keine EEG-Vergütung mehr. Bei dynamischen Tarifen richtet sich der Arbeitspreis viertelstündlich nach dem Börsenstrompreis. „Erfahrungsgemäß sind morgens und abends teure Stunden, wenn in den Privathaushalten viel Strom verbraucht wird“, sagt Weigl. „Daher empfehlen wir intelligente Steuerungen oder Apps, die den Verbrauch in besonders günstige Phasen verlagern.“ Denn was Sonne und Wind liefern, muss verteilt werden.

Und: Was da ist, sollte auch verbraucht werden – oder gespeichert. Wenn nachts der Wind weht, aber alle schlafen; oder mittags die Sonne scheint, aber alle bei der Arbeit sind, verbrauchen Haushalte kaum Strom.

Sie gewinnen sogar welchen: mit ihrer eigenen Solaranlage. Um dieses Ungleichgewicht auszubalancieren, muss Elektrizität klug verteilt und gespeichert werden.

Smart Meter ermöglichen den Datenaustausch und stellen dafür den Kontakt her.

Selbst wenn wenig da ist, macht diese Messeinrichtungen mehr möglich: für alle.

https://www.finanztip.de/presse/knapp-eine-million-haushalte-haben-die-wahl-dynamische- stromtarife-koennen-hunderte-euro-sparen

Diese Vorteile bringt ein intelligenter Stromzähler:

1. Stromsparpotenziale erkennen.

Mit einem smarten Stromzähler kann man seinen aktuellen Stromverbrauch viertelstündlich über eine App oder ein Webportal einsehen. Das kann eine große Hilfe dabei sein, große Stromschlucker zu entdecken. Über den abrufbaren Verbrauch, der im 15-min-Takt gemessen wird, lassen sich Stromfresser im Haushalt erkennen.

2. Ablesen des Stromverbrauchs.

Dieses Wissen hilft Ihnen, wirksame Maßnahmen für den Klimaschutz zu identifizieren und Ihr Handeln darauf auszurichten.

3. Sparen mit dynamischem Stromtarif.

Dafür ist ein Smart Meter zwingend. Diese Tarife haben keine fixen Preise, sondern ändert sich ständig entsprechend den Preisschwankungen an der Strombörse. Die Idee dahinter: Stromschlucker wie z.B. Wärmepumpe, Wallbox oder Haushaltsgeräte wie Waschmaschine oder Wäschetrockner können gezielt dann laufen, wenn die Tarife niedrig sind. Das hilft, Stromkosten einzusparen und das Netz zu entlasten, weil der Verbrauch besser über den Tag verteilt wird.

4. Smart Meter, Smart Home.

Ein intelligenter Zähler lässt sich in ein Smart Home integrieren, da es mit Haushaltsgeräten kommunizieren kann. Folge: Ihre Waschmaschine oder Wallbox wird dann angeschaltet, wenn der Strom in einem dynamischen Tarif besonders günstig ist.

5. Kostenfrei bei gesetzlicher Pflicht.

Wenn der Einbau verpflichtend ist, fallen keine Einmalkosten an. Wer freiwillig ein Smart Meter installieren lassen möchte, kann mit einmaligen Kosten bis100 Euro rechnen. Die laufenden Kosten für den Smart-Meter-Betrieb sind vom Jahresverbrauch abhängig: Bis 6 000 kWh max.30 Euro pro Jahr; bis 10 000 kWh max. 40 Euro und bis 20000kWh ca. 50 Euro pro Jahr. Werden steuerbare Verbrauchseinrichtungen wie Wärmepumpe, Wallbox oder PV-Anlage genutzt, können die jährlichen Kosten höher liegen. Zusätzlich kann eine Steuerbox für Netzsteuerung verpflichtend werden, die etwa 50 Euro jährlich kostet.

Bei Interesse an einem Smart Meter wenden Sie sich an Ihren Netzbetreiber. Das Bayernwerk stellt ein Antragsformular für intelligente Messsysteme (iMSys), also Smart-Meter, auf Ihrer Homepage bereit.

6. Freiwillig beraten lassen.

Wer jetzt schon freiwillig ein Smart Meter und auch dynamische Tarife nutzen will, sollte sich z.B. bei der Verbraucherzentrale kostenfrei beraten lassen, ob sich das lohnt.

https://www.finanztip.de/stromzaehler/

Smart Meter Rollout (bis 2032)

Ende2023 waren rund 5,5 Millionen der Haushaltskunden in Deutschland mit elektronischen Messeinrichtungen, also digitalen Stromzählern (aber ohne Smart- Meter-Gateway) ausgestattet – das sind bislang etwa 14 Prozent aller Haushalte.Quellen: BNetzA, statista.de, pv-magazine.de

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